Vor
Gerd Skibbe

Ordenspriester Dr. Jòse Carranza und sein Sohn - Bd. 2

Religionskritischer, historischer Roman (2020)

1. Auflage, 474 Seiten, 25 Abbildungen, Broschur
ISBN 978-3-941681-64-4

22,80 € *
 
 
 
 
 

Gerd Skibbe, geboren 1930: Verfasser von u. a. „Konfession Mormone“, „Vom Fisch zum Kreuz“, „Fischerleben im Wandel der Zeit“ und „Der Verfall und die Auferstehung des Christentums“  


Ordenspriester Carranza, (1569–1642) widersetzt sich der Drohung seines Königs Philipp II. von Spanien: „Niemand ist in unseren Landen seines Lebens sicher, der nur ein Haar breit vom Glauben der römischen Kirche abweicht...“
Seine ihm rechtmäßig angetraute Ehefrau Jimena, eine Mauriskin, wird 1609 des Landes verwiesen. Carranza gelingt ihre Befreiung aus tunesischer Gefangenschaft. Der abenteuerlichen Flucht folgt die Bekanntschaft mit französischen und italienischen Waldensern. Das Ehepaar und ihr Sohn Ahmed erkennen die aktuellen Gefahren, die den Mutigen drohen. Sie begeben sich in die Täler des Piedmont um Material zugunsten der Verfolgten zu sammeln. Sie schaffen schließlich wichtige Dokumente nach England und nehmen Kontakt zu Londonern Parlamentariern auf.
Doch am Vorabend des 30-jährigen Krieges ist England mit anderen Sorgen beschäftigt. Sohn Ahmed, Arzt und Abenteurer wird in die Schlachten dieses Krieges hineingerissen. Seine beiden Frauen Florence und Julia folgen ihm, so weit es ihnen möglich ist. Er hält die Verbindung zu London...
Die Akten der Carranzas können folgende Massaker nicht verhindern. Im Frühling 1655 werden schätzungsweise 1700 Waldenser geschlachtet. Doch in England erinnerte man sich ihrer Dokumente. Oliver Cromwell, damals Lordprotektor in England, verfasste im Namen der Waldenser eine Petition, dass er Truppen zur Rettung der Verfolgten schicken würde.
Papst Franziskus sucht dankenswerterweise Vergebung, als er 2015 den Tempel der Waldenser zu Turin besucht. Die Synode der Waldenser spricht ihre Anerkennung für dieses Ansinnen aus. Sie lehnt die Entschuldigung jedoch sinngemäß mit den Worten ab: „Es ist Sache der Opfer, Vergebung zu gewähren.“

 

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